Mittwoch, 1. Juni 2011

Wortspiele und Werbung

Wortspiele, Wortverdrehungen und Wortneukreationen (siehe auch wortoholik) sind meine Leidenschaft. Man könnte fast schon von konditionierter Sucht reden. Denn ich sehe Wörter, die es nicht gibt. Beim Lesen, beim Denken und beim Schreiben. Diese "Fähigkeit" - sofern man das als solche beschreiben kann, begleitet mich auch bei meiner Arbeit in meinr Werbeagentur. Vor allem beim Texten. Headlines, Claims und alles was mit Buchstaben zu tun hat. Ich nenne es Slogik. Erst gestern kamen wärend meines Seminars zum Thema Kommunikation die Wörter "physiotheravorbeugen" und das Wort "Präwegung" (für Prävention und Bewegung) zu Papier.

Abgesehen davon, dass ich meinen Spass habe, solche Wörter zu kreieren, stellt sich für mich natürlich die Frage, wie förderlich solche Wörter in der Werbung bzw. in der Kommunikation sein können, die eigene Botschaft verständlich an die Zielgruppe zu bringen.

Möglicherweise erhöhen Headlines aus neuen Wörtern, die bekannten Wörtern  ähneln aber neu sind die Aufmerksamkeit. Echte Hingucker. Das ist schon mal gut. Ein Ziel der Werbung wäre somit erreicht. Setzen. Möglicherweise aber stören sie ein wenig das Gehirn bei der Entschlüsselung. Weniger bei reinen Testanzeigen. Mehr vielleicht bei komplexen Sujets mit Bild und Copy. Der Betrachter muss einmal mehr um die Kurve denken. Oder?

Ich hatte mal für einen Hersteller von Solaranlagen die "Solar-Marie" ins Leben gerufen. Einen Gutschein über xxx Euro. Der Erfolg oder Misserfolg dieses Gutscheines wurde leider nie untersucht. Einlösungen gabe es aber reichlich.

McDonald's setzt ja auch immer wieder auf die "Slogik". Ich denke, dass das auch gut funktioniert. McDonald's als Marke ist mehr als bekannt, die Sujets sind einfach (Produkt und Headline - mehr nicht) und die Idee auch nicht mehr neu und damit gelernt. Ob das die Erfolgsfaktoren sind? Auch die jüngsten Kampagnen der Austrian Airlines gehen in die selbe Richtung. Ob das der neue Trend ist?

Hoffen wir.

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